Spagyrik

Spagyrik

Paracelsus, der große Arzt und Vordenker im Mittelalter, schrieb: „Darum so lern Alchemiam, die sonst Spagyriam heisst, die lernt das Falsche scheiden von dem Gerechten“.

Spagyrische Essenzen sind ungiftig, unschädlich und von geringem Alkoholgehalt. Sie gehören zu den wirksamsten und verträglichsten planzlichen Arzneimitteln. Spagyrische Essenzen bewähren sich sowohl bei akuten als auch bei chronischen Krankheiten immer wieder aufs Neue und vermögen mancher nicht richtig fassbaren Krankeiten den Boden zu entziehen.

Geschichte der Spagyrik

Die spagyrische Verarbeitung von Arzneipflanzen bewirkt eine grösstmögliche Aktivierung aller arzneilichen Heilkräfte. Der spagyrische Prozess lässt aus den stark wirksamen Stoffen der Arzneipflanzen – um mit Paracelsus zu sprechen – „Balsam“ entstehen, ein „gesegnetes Arcanum“, das keine toxischen Wirkungen aufweist und als geistiges Prinzip der Arzneipflanzen aufzufassen ist.

Charakter und Wirkung der spagyrischen Arzneimittel

Die Spagyrik ist eine Erweiterung der Phytotherapie durch mineralische, metallische und seltener tierische Grundstoffe.

Die Wirkung spagyrischer Zubereitungen bassiert auf der Trias der philosophischen Prinzipien: der spezifischen stofflichen Basis, der Heilkraft und der indikationsspezifischen Ausrichtung (der Heilkraft). Die Wirksamkeit der spagyrischen Arzneimittel ist aus schulmedizinischer Sicht nicht wissenschaftlich nachgewiesen, da es noch keinerlei klinische Studien mit echten spagyrischen Präparaten gab. Ein Wirsamkeitsnachweis ist aber plausibel, da es Wirksamkeitsnachweise auch für phytotherapeutische, metallische und animalische Zubereitungen gibt. Es gibt auch eine Vielzahl von praktischen Therapeuten, die mit Spagyrika sehr gute Erfahrungen gemacht haben und ihnen eine gute Wirksamkeit nachsagen.

Verhältnis zur Homöopathie

Die Spagyrik wird wie die Phytotherapie zur Naturheilkunde gezählt und die Homöopathie zur Alternativmedizin. Obwohl einige spagyrische Verfahren in standardisierter Form in das amtliche Homöopathische Arzneibuch (HAB) übernommen wurden, bestehen keine Gemeinsamkeiten, die beiden Lehren befinden sich sogar in direktem Widerspruch. Während die Homöopathie versucht, den Körper mittels Informationen (dynamis, die Potenz oder Möglichkeit), die in eine neutrale Vehikelsubstanz imprägniert sind, nach dem Ähnlichkeitsprinzip zu einer heilenden Selbstregulation anzuregen, setzt die Spagyrik auf stoffliche und als Besonderheit auf energetische Mechanismen (enereia / Energie, die lebendigen Wirksamkeit). Dabei sind die Wirkstoffe gar nicht oder zum Zweck der Dosierung nur wenig verdünnt. Die Spagyrik versucht im Gegensatz zur Homöopathie immer ein spezifisches energetisches Defizit aufzufüllen.

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